Letzte Aktualisierung: 18.07.2012

 



Die 10 neuesten Rezensionen
Verlags-Liste
Partner-Karte
News
Surfen mit dem Büchervielfrass

Der Newskij-Prospekt

Russlands Unterwelten

Europa zwischen Ost und West

Schwarzes Eis

Waisen des Lebens

Das Erbe des Bösen

Das russische Labyrinth

Transsibirische Eisenbahn

Festung Breslau

Die Stadt im Westen

Metro 2033
von Gluchowski, Dmitri Alexejewitsch <übersetzt von M. David Drevs> (Russland)

Genre:

Roman, Science-Fiction

Stichwörter:

Zukunft, Russland, Sci-Fi, Metro

Verlag:

Heyne

ISBN:

978-3-453-53298-4

Format:

Taschenbuch, 784 S

Erscheinungsjahr:

2008

Preis:

€ (D) 14,00 / € (A) 14,40 / sFr 22,90



Buchbesprechung

Dieser Science Fiction Roman stammt aus der Feder des Russischen Autoren Dmitri Alexejewitsch Gluchowski. Es ist eine düstere Geschichte und spielt in der nahen Zukunft. Nach einem verheerenden Atomkrieg hat sich die Erde in einen Lebensfeindlichen Raum verwandelt und die letzten Menschen haben sich in die U-Bahnnetze zurückgezogen. So auch in Moskau. Unter der Erde entwickeln sich neue Strukturen und die Geschichte wird neu geschrieben, auf engstem Raum. Faschisten, Kommunisten und freie Stationen Teilen das U-Bahnnetz in neue kleine Reiche auf. Gluchowski versteht es hervorragend die Gefühle einer Generation wiederzugeben, die den „Himmel“ nur aus Büchern kennt. Geboren und aufgewachsen im Schein der Notbeleuchtung einer Metrostation, ohne Zukunftsperspektive und ein täglicher Kampf ums Überleben. Die einzige solide Währung sind Patronen. Einzelne besonders tapfere Männer und Frauen, sogenannte Stalker, wagen sich an die Oberfläche, um neue Gegenstände in die Metro zu holen. An der Oberfläche nimmt die Evolution ihre ganz eigene Wendung. In dieser Welt wächst der junge Artjom auf. Er kennt die Oberfläche wie die meisten seiner Generation nur vom Hörensagen. Als seine Heimatstation einer neuen Gefahr von der Oberfläche ausgesetzt wird, macht er sich auf eine Reise durch die Metro um Hilfe zu holen und erlebt dabei einige Abenteuer.
Ein wirklich schaurig geniales Buch welches mehr als lesenswert ist. Es liest sich sehr angenehm. Schon nach wenigen Seiten ist man eingetaucht in eine düstere Endzeitstimmung, die einen nicht mehr loslässt. Als einziges Manko dieses Buches sind die Stationsnamen aufzuführen. Namen wie Ploschtschad Rewoljuzij, Krasnopresnenkaja oder Botanischetski Sad sind nicht ganz einfach zu merken, wodurch man schon das eine oder andere Mal auf die Karte gucken muss. Diese wird natürlich im Buch mitgeliefert. Zusammenfassend, ein wirklich sehr lesenswertes Buch, welches ich nur jedem empfehlen kann. Dieses Buch hat definitiv nachhaltig die russische Science Fiction geprägt!
Christopher Janßen


Inhalt:
Es ist das Jahr 2033. Nach einem verheerenden Krieg liegen weite Teile der Welt in Schutt und Asche. Moskau ist eine Geisterstadt, bevölkert von Mutanten und Ungeheuern. Die wenigen verbliebenen Menschen haben sich in das weit verzweigte U-Bahn-Netz der Hauptstadt zurückgezogen und dort die skurrilsten Gesellschaftsformen entwickelt. Sie leben unter ständiger Bedrohung der monströsen Wesen, die versuchen, von oben in die Metro einzudringen ... Dies ist die Geschichte des jungen Artjom, der sich auf eine abenteuerliche Reise durch das U-Bahn-Netz macht, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Objekt, das die Menschheit vor der endgültigen Vernichtung bewahren soll….

Der Autor:
Dmitri Alexejewitsch Gluchowski
(russ. Дмитрий Алексеевич Глуховский, wiss. Transliteration Dmitrij Alekseevič Gluchovskij; * 12. Juni 1979 in Moskau) ist ein russischer Science Fiction-Autor der Gegenwart. Bekannt geworden ist er durch seinen Erstlingsroman Metro 2033, der in der Moskauer Metro spielt. Zu diesem Roman erschien auch eine gleichnamige Computerspiel-Umsetzung sowie die Fortsetzung Metro 2034. Gluchowski hat in Jerusalem internationale Beziehungen studiert und arbeitete als Journalist für Russia Today und die Deutsche Welle.

Mehr über den Autor in Wikipedia

Leseprobe:
…..Artjom schauderte. Er stellte sich den Tunnel vor, jenseits der 700-Meter-Grenze. Schon der Gedanke war furchterregend.
Weiter als 700 Meter nach Norden wagte sich keiner raus. Die Patrouillen fuhren mit der Draisine bis Meter 500, leuchteten den Grenzpfosten mit dem Projektor an, und sobald sie sich überzeugt hatten, dass nichts Abartiges dahergekrochen kam, machten sie schleunigst kehrt. Selbst die Aufklärer – gestandene Männer, ehemalige Marineinfanteristen – blieben bei Meter 680 stehen, verdeckten die Glut ihrer Zigaretten mit der Hand und starrten durch ihre Nachtsichtgeräte. Dann zogen sie sich zurück, langsam, leise, ohne den Tunnel aus den Augen zu lassen oder ihm gar den Rücken zuzukehren.
Der Wachposten, an dem sie standen, befand sich bei Meter 450, etwa fünfzig Meter vom Grenzpfosten entfernt. Die Grenzkontrolle erfolgte einmal pro Tag, und die letzte Begehung war bereits einige Stunden her. Sie waren jetzt also auf dem äußersten Posten, und seit der letzten Kontrolle hatten sich die Kreaturen, die die Patrouille vielleicht noch abgeschreckt hatte, bestimmt genähert.
Es zog sie zum Feuer, zu den Menschen….

erstellt am: 14.03.2011

In den Warenkorb legen In den Warenkorb legen



Hier findet jeder sein Buch.

Archiv Suche:


Biographien

Berichte

Erinnerungen

Erzählungen

Krimis und Thriller

Kurzgeschichten

Novellen

Romane

Sachbücher

Saga

Alle Genres